Willicher Gruppe

 

 

navi

 

Ortsverein Willich > Home
Das Steinkauzprojekt

Die Falken sind wieder da: WEB - KAMERA
Falke

9. April 2008:
Das zweite Ei ist heute gelegt worden. Wir sind gespannt ob da noch mehr kommen.
11.April- 2008: Das dritte Ei ist gelegt.
13.April- 2008: Das vierte Ei ist gelegt.
15.April- 2008: Das fünfte Ei ist gelegt.
17.April- 2008: Das sechste Ei ist gelegt.
19. April- 2008: Das siebte Ei ist gelegt.
11.Ma-i 2008: Die ersten 4 Küken sind geschlüpft und werden ganz vorsichtig mit kleinen Mäusehäppchen gefüttert.
13.Mai- Die letzten 3 Eier sind noch nicht ausgebrütet.
14.Mai- Der fünfte Falke ist geschlüpft und reißt kräftig den Schnabel auf um gefüttert zu werden.
15.Mai- Der sechste Falke ist geschlüpft. Noch passen alle Falkenbabys und das siebte Ei unter die Fittiche.
18.Mai- Sind es nun sechs oder sieben Jungtiere. Die Köpfe kann man schlecht zählen, wenn sie sich nicht bewegen. Das letzte Ei ist jedenfalls verschwunden.
19.Mai- Bei der Fütterung kann man nun deutlich sieben Köpfe zählen.
4.Juni- Lange Zeit war das 7. Falkenkücken vermisst, aber der kleinste hatte sich nur etwas außerhalb der Web-cam aufgehalten. Die Jungfalken verlieren langsam ihren Flaum und machen die ersten Flugbewegungen im Nest.
14.Juni Die ersten Turmfalken sind ausgeflogen und machen auf dem Flachdach der Uni ihre ersten Flugübungen

 

Der Turmfalke

Turmfalke1

 

Auf dem Willicher  Gebiet sieht man den Turmfalken nicht all zu häufig. Obwohl er nicht auf der roten Liste der gefährdeten Arten steht und der Bestand in Deutschland recht gut ist, hat er bei uns wenige Möglichkeiten, eine Nistgelegenheit zu finden.

Hier sehen wir vom NABU-Willich eine gute Chance, mit Nisthilfen eine positive Bestandsentwicklung zu fördern.

 

 

Der Vogel nistet gerne in hohen alten Gemäuern, nimmt aber auch Nisthilfen an, die sich an Gebäuden wie Kirchen, Schornsteinen, Werkshallen, Stallanlagen, Scheunen oder Häuserblocks befinden. Ideal ist ein Nistplätze mit weiter Sicht als Ansitz, der für die Jagd auf Mäuse dient. Sein Jagdgebiet kann aber auch mehrere Kilometer vom Nistplatz entfernt sein. Diese Eigenschaft hat dazu beigetragen, dass der Turmfalke auch Stadtlandschaften als Lebensraum erobern konnte.

Turmfalke2

 

Zum überleben muß der Turmfalke täglich zwei Feldmäuse schlagen. Gibt es wenige Mäuse, setzen die Falken ein Jahr mit der Brut aus oder ziehen nur ein bis zwei Junge groß.
Bekannt ist der Turmfalke vielen Menschen durch seinen charakteristischen Rüttelflug. Dabei steht er, mit den Flügeln schlagend in der Luft und wartet auf Beute. Diese Methode ist äußerst energieaufwendig, so das sich der Vogel eine solche Jagdmethode nur in Zeiten leisten kann, in denen das Vorkommen der Beutetiere relativ hoch ist. Einen Falken bei der Jagd zu beobachten ist ein fantastisches Erlebnis.

 

Turmfalke4

 

Neben dem Rütteln bedient er sich des Suchfluges. Da der Turmfalke nur sehr bedingt im Aufwind kreisen kann, ist auch diese Methode sehr energieaufwendig, deshalb wird er in der nahrungsarmen Winterzeit zum Ansitzjäger. Von dort beobachtet er seine Beute und ergreift sie im Sturzflug.

 

 

 

 

Turmfalke5

 

In diesem Jahr 2007 wissen wir vom Willicher NABU nur von zwei Nestern mit Bruterfolg von vier Jungfalken. Eine genaue Kartierung über Vorkommen und überprüfung der Nistkästen durch Mitarbeiter wird in den kommenden Jahren zu einer besseren Übersicht führen. Nicht alle Nistplätze sind bekannt, doch durch Zusammenarbeit mit den Willicher Bauern wird die Bestandserfassung ein genaueres Bild ergeben.

 

Ein herzliches Dankeschön an Frau Marianne Wiora aus Düsseldorf, die uns diese Bilder zur Verfügung stellte.
www.gartenspaziergang.de

------------------------------------

Wussten sie schon das Turmfalken erkennen können,
wo Mäuse hingepinkelt haben.


Falken und auch andere Vögel haben die Fähigkeit UV Licht sehen zu können. Frischer Mäuseurin reflektiert das UV-Licht in besonderer Weise. Durch diese Eigenschaft kann der Turmfalke sehen, wo ein Säugetier hingepinkelt hat. Ein Turmfalke verschwendet nicht seine Kraft und rüttelt vor verlassenen Mäuselöchern, sondern nur dort, wo die kleinen unterirdischen Nager auch hin und wieder "mal vor die Tür müssen"
Wühlmäuse die ein bestimmtes Gebiet für sich in Anspruch genommen haben, nutzen das um unliebsamme Konkurenz loszuwerden. Die Wühlmäuse die einen eigenen Bau besitzen, urinieren den unliebsamen Artgenossen die an der Bodenoberfläche leben, vor die Nase. Auf diese Weise wird den Greifvögeln sozusagen eine Leuchtspur gelegt. Die Verstecke der Nahrungskonkurenten können so aus der Luft leicht ausfindig gemacht werden.
Vermutlich funktioniert so auch die Bestandsregelung der Männchen von Feldmäusen. Bei Zählungen verschwinden auffallend viel Männchen die selektiv gefressen werden.

Harry Abraham

 

 

 

 

 

 

Ein Projekt des NABU Willich um den Bestand der Steinkauze zu sichern und zu erweitern . Linkbutton

Im Rahmen des Eisvögelprojektes an der Willicher Cloer baute der NABU eine Eisvogelwand.Linkbutton
Eisvogel
Das Eisvogelprojekt
Steinkauzprojekt