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  Fledermausbunker auf den Streithöfen

    Harry Abraham

Fledermaus

Umbau eines alten Waldbunkers zum Fledermausquartier


Was macht man mit einem alten Hausbunker der im Wald liegt und in der heutigen Zeit keine Funktion mehr hat? Er ist von kriechenden Pflanzen überwuchert und von einer dicken Erdschicht frostfrei überdeckt. Nur an einem in die Tiefe führenden Gang und einer schweren Eisentür ist der Bunker zu erkennen.
Der Willicher NABU hatte die Idee ihn zu einem winterfesten Fledermausstollen umzubauen.

 

   

    Damit sich Fledermäuse wohl fühlen mussten erstmal die richtigen Bedingungen geschaffen werden.
    Die schwere alte Bunkertür ließ sich nicht mehr öffnen, da sie im laufe der Jahre mit Erde und Steinen     zugeschüttet war. In einer gemeinsamen Aktion der aktiven Graues Langohr von Gerhard MaescherNabumitglieder wurde geschaufelt und     geschleppt was das Zeug hält. Mit     Eimern und Schaufeln wurde der     Bunker von Sand und Unrat     befreit. Hand in Hand ging es bei der     Aktionzu und  ein bisschen fühlte man     sich wie einSchatzsucher. Aber außer     Briketts einem alten Zinkeimer     und einem skelettierten     Tierschädel haben wir nichts     gefunden. Die schwere Bunkertür     gängig zu machen und einen Schlitz     für die ein und ausfliegenden     Fledermäuse zu schneiden, kostet     einem Winkelschleifer das Leben.
    Fledermäuse mögen keinen Durchzug     und so wurde die Lüftungsöffnung die     sich durch die Bunkerdecke bohrte     auch verschlossen.


                                                                                                       Foto : Gerhard Maescher       GrauesLangohr   

Großes Mausohrkolonie Foto Gerhard Maescher

Der Notausgang war auf natürliche Weise verschüttet und Wurzeln von den umstehenden Bäumen bahnen sich den Weg durch diese Erdschichten. Jetzt muss nur noch für die richtige Feuchtigkeit gesorgt werden.

Ein Betonkübel mit Wasser wurde zur Anhebung der Raumfeuchte aufgestellt. Damit keine Fledermaus dort hinein fällt, deckten wir es mit einem Gitter ab. Hohlblocksteine an denen sich die Fledermäuse anhängen können sind ebenfalls aufgestapelt.


Jack Sandrock vom NABU-Fledermausarbeitskreis ist ebenfalls mit dem Ergebnis zufrieden:

 

Foto: Gerhard Maescher       Mausohrkolonie

   “Alle einheimischen Fledermausarten sind gefährdet und stehen auf der Roten Liste Deutschlands. Der    Bestandsrückgang ist insbesondere auf fehlende Sommerquartiere und  Winterquartiere zurückzuführen. Mit    diesem Bunker haben wir einen wichtigen Baustein im Artenschutz realisieren können“.


   „Wir gehen davon aus, dass der Bunker nun nach und nach von Fledermäusen bezogen wird.
   Der so geschaffene Fledermausbunker ist ein geeignetes Winterquartier: frostfrei, ruhig und geschützt.

 

 

Fledermausbunker2

Fledermausbunker1

Fledermausbunker

 

 

Halloween und Fledermäuse

Zwergfledermaus

 

Fledermäuse haben ein schlechtes Image, denn man ordnet sie zu Hexen, Geistern, Vampiren und Skeletten ein. Ihr negatives Image hatten sie schon in der Bibel, denn dort brachte man die Fledermäuse mit heidnischen Götzenbildern in Verbindung .  Zu Zeiten der Römer wurde die Fledermaus als Blutsverwandter des Teufels angesehen. Zum Glück hat sich die Meinung durch aufklärende Öffentlichkeitsarbeit gewandelt.

Links:Zweifarbenfledermaus

 

 

Fledermäuse fliegen in der Dämmerung und oft sehen wir nur einen Schatten von ihnen. Diese Vorstellung passt natürlich auch gut zu Halloween, doch wer sich näher mit Fledermäusen beschäftigt erkennt mit welchen außergewöhnlichen Fähigkeiten diese Tiere ausgestattet sind.

Mit einem BAT-Detektor geht der Willicher NABU den Fledermäusen auf die Spur.  Wir Menschen können nur eine Frequenz zwischen 16 Hz und 18 kHz wahrnehmen und brauchen deshalb einen Fledermausdetektor um die Ultraschallfrequenzen der Fledermäuse, die zwischen 9 kHz und 200 kHz liegen, hören zu können. Die Fledermausarten haben verschiedene Rufe und mit etwas Übung kann man die einzelnen Arten mit einem Bat-Detektor unterscheiden.

Kleiner Abendsegler

 

Fledermäuse jagen nachts Insekten, und benötigen für ihren Energiebedarf 3000 – 4000 Zuckmücken in einer Nacht.
Die  Haus- oder Zwergfledermaus ist die bei uns am häufigsten vorkommende Fledermausart.

Durch die Renovierung alter Gebäude werden viele Schlafmöglichkeiten zerstört, so dass auch diese Art auf die Hilfe der Menschen angewiesen ist. Diese zierlichen Tiere wiegen so viel wie ein Stückchen Würfelzucker und passen in eine Streichholzschachtel. Also 8 Gramm für eine ausgewachsene Zwergfledermaus und 1 – 1,5 Gramm die Neugeborenen.


 

 

"Kleiner Abendsegler"

 

Zwergfledermäuse paaren sich im September und gehen im gleichen Monat auch in den Winterschlaf. Das Weibchen speichert den Samen sieben bis acht Monate bevor die eigentliche Befruchtung stattfindet. Nach einer Tragezeit von 8 Wochen schlüpfen die Jungen meist im Juni. Neu geborene Zwergfledermäuse sind so groß wie eine Biene.

Rauhaut

 

 

Den Fledermäusen mehr Schlafmöglichkeiten zu bieten, macht der NABU Willich sich zur Aufgabe. Mit besonderen Nistkästen die eine Einschlupfbreite von 2 cm haben, wird diesen Dämmerungs- und Nachtaktiven Tieren ein Unterschlupf angeboten.
Die Nisthilfen sollten von der Morgensonne beschienen werden, jedoch mittags nicht in der prallen Sonne hängen.
An Bäumen oder Gebäuden und in einer Höhe von 3 – 5 Metern, mit freiem Anflug von unten habe die Nistkästen einen idealen Platz. Fledermäuse sind relativ kälteunempfindlich und vertragen auch kurzzeitig Frosttemperaturen.

Links:
Rauhaut an der Waage Gewicht = 4 Gramm

 

 

FransenfledermäuseRechts: Fransenfledermäuse


Den Namen Fransenfledermaus hat am Rand der Schwanzflughaut sichtbar gebogene Borsten, die wie Fransen herunterhängen. Daher hat diese Fledermausart ihren Namen.

Sie gehört zu den Mittelgroßen Arten und haben eine Flügelspannweite von
245 bis 280 mm. Im Winterquartier suchen Fransenfleder mäuse bevorzugt enge Spalten auf, in denen sie Bauch- und Rücken kontakt haben
.

 

 

 

Fledermauskasten

 

 

 

Fledermauskästen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die Innenrückwand ist mit Nuten versehen, damit die Fledermäuse sich dort festkrallen können.

 

 

 

 

Fledermauskasten1

 

 

 

Fledermauskästen für Ihr Haus oder Ihren Garten können Sie unter folgender Adresse beziehen.
Jack Sandrock  Tel. 02154 70279 oder
Harry Abraham, Tel. 02154 1888

 

 

 

 

Wasserfledermaus

Wasserfledermaus

 

Fledermauskasten3

 

Links: Ein Fledermauskasten mit einem Stück groben Jutesack an der Decke. Hier können sich die Fledermäuse besonders gut festhalten und hängen in ihrer gewohnten Lage, Kopfüber an der Decke.

 

 

 

 

 

 

 

 

Jutesack

 

 

 

In einem weiteren Kasten ist der gesammte Innenraum mit einem Jutesackmaterial ausgekleidet.

 

 

 

 

 

Abendsegler

 

Das Beringen von Fledermäusen ist eine altbekannte und bewährte Methode zur Erforschung von Fledermausvorkommen. Dazu bekommen die Fledermäuse eine kleine Klemme an einen Arm. Bei Wiederfunden von beringten Tieren lassen sich Schlüsse auf ihren Lebensraum sowie ihre Wanderstrecken ziehen.

Abendsegler

Vielen Dank an Uwe Bleich , der uns diese Bilder zur Verfügung stellte.

 

Der NABU Willich ist auf der Suche nach vorhandenen Fledermausquartieren um diese zu erfassen.
Falls jemand weiß, wo Fledermäuse zur Untermiete wohnen, würden wir uns über eine Mitteilung unter der Telefonnummer 02154 70279 oder 02154 1888 oder e-mail sehr freuen.

NABU Willich
Harry Abraham

 

 

 

 

 

 

 

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